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Lehrende

Bildende und mediale Künste, Musik, darstel­lende Kunst und Wissen­schaft – auch unsere Dozen­tinnen und Dozenten kommen aus unter­schied­li­chen Sparten. Viele von ihnen arbeiten selbst zwischen den Kunst­formen oder beschäf­tigen sich mit Kunst und Wissen­schaft. Wir stellen hier Lehrende vor, die das Labor der Künste 2026 betreuen werden.

Christine Knecht

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Lehrkraft für besondere Aufgaben (Musical | Schauspiel, Produktionsleitung ), Foto: Marlene Rahmann

Christine Knecht hat am Mozarteum, Universität Salzburg Regie und Schauspiel studiert. Nach ihrem Engagement am Schauspiel Essen arbeitet sie seit 2002 als freischaffende Regisseurin am Theater Ingolstadt, Schauspiel Essen und in der Freien Szene Köln, Bonn, Dortmund, Essen, am Tanzhaus NRW Düsseldorf. Sie hat eigene Produktionen entwickelt mit einem Ensemble aus Tänzer- und Schauspieler*innen. Darüber hinaus leitet sie partizipative Jugend- und Erwachsenen-Theaterprojekte. Seit 2007 unterrichtet sie Schauspiel an der Folkwang Universität der Künste Essen, seit 2015 auch regelmäßig an der Fachhochschule Bielefeld.

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Paulo Alvares

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Professor für Klavier und Improvisation

Paulo Alvares widmet sich vor allem der Neuen Musik sowie dem Repertoire der Klaviermusik des 20. Jahrhunderts. Er veranstaltet regelmäßig Konzerte und Workshops mit dem WDR-Sinfonieorchester, dem Gürzenich-Orchester, den Bochumer Symphonikern, Sao Paulo und Minas Gerais Philharmonikern (Brasilien) sowie dem Casa da Música Orchester in Portugal.

Friedrich Thomas

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Dozent für Klavier an der Hochschule für Musik Detmold

Friedrich Thomas, in Berlin geboren, erhielt seit seinem fünften Lebensjahr Klavierunterricht. Nach der Ausbildung bei Helga Thieme am Julius-Stern-Institut der Hochschule der Künste Berlin studierte er an der Hochschule der Künste Berlin und später an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin bei Georg Sava. Zusätzliche künstlerische Impulse verdankt er der Arbeit in der Liedklasse von Aribert Reimann und der Teilnahme an mehreren Meisterkursen bei György Sebők sowie Bernard Ringeissen und Peter Feuchtwanger. Mehrfach wurde Friedrich Thomas bei internationalen Klavierwettbewerben ausgezeichnet. Er ist regelmäßig in Solo- und Kammermusikabenden zu hören und mit Produktionen für Rundfunk und CD vertreten.

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Jan Enste

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Leiter des Studios Digitale Kunst an der Kunstakademie Münster

Jan Enste studierte bildende Kunst an der Kunstakademie Münster in den Klassen von Andreas Köpnick und Daniele Buetti, der ihn 2011 zum Meisterschüler ernannte. Als bildender Künstler stellte er in Europa, dem Nahen Osten, Asien und Nordamerika aus, zuletzt in Athen, Griechenland und Taicang, China. Sein Arbeitsfeld bewegt sich zwischen performativer Kunst, Installation, Filmkunst, Neuer Musik mit eigenen Kompositionen und Kompositionsaufträgen für Ensembles und Film, und digitaler Kunst. Bisher hat Jan Enste neben eigenen Werken Videokunst, Filme und Dokumentationen für Künstler:innen wie Kirsten Pieroth, Michael Smith, Bárbara Wagner und Benjamin de Burca, Franz-Erhard Walther und viele andere produziert. Immer wieder führte es ihn auch an das Theater, wo er neben städtischen Theatern  wie dem Theater Münster oder dem Theater Heidelberg vor allem mit freien Labels zusammenarbeitete. Von 2016 bis 2022 lehrte er Film- und Videokunst in der Filmwerkstatt an der Kunstakademie Münster. Er lebt und arbeitet in Berlin und Athen, Griechenland.

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Shuree Sarantuya

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Dozentin (LfbA) Expanded & Experimental Games an der KHM Köln

Shuree Sarantuya ist Medienkünstlerin und Aktivistin mit Sitz in Köln. Nach ihrem Bachelorabschluss in Film- und Rundfunkregie an der Mongolischen Staatlichen Universität für Kunst und Kultur (2016) schloss sie ihr Diplomstudium der Medialen Künste an der Kunsthochschule für Medien Köln ab (2024). Ihre Praxis verbindet künstlerische Forschung, nomadische Wissenssysteme und Game Engines, um sich mit ethnischen Minderheiten und indigenen Völkern Nord-, Ost- und Zentralasiens auseinanderzusetzen. Zu ihren zentralen Arbeiten zählt die Liminal Beings (2023–2024) Serie, die international ausgestellt und gezeigt wurde. Derzeit lehrt sie als Dozentin (LfbA) in der Fächergruppe exMedia der Kunsthochschule für Medien Köln und co-leitet das CG Lab.

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Julia Weinreich

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Professorin für Dramaturgie im Studiengang Regie an der Folkwang Universität der Künste

Julia Weinreich arbeitete von 2023 bis 2025 als Dramaturgin beim Theaterverlag Henschel Schauspiel in Berlin. Zuvor war sie ab der Spielzeit 2020/21 als Dramaturgin am Schauspiel Frankfurt und von 2010 bis 2020 am Staatsschauspiel Dresden engagiert. An beiden Häusern leitete sie das Schauspielstudio. Für Andreas Kriegenburgs Inszenierung „Simon Boccanegra” war sie im Sommer 2019 bei den Salzburger Festspielen zu Gast. Julia Weinreich studierte von 2005 bis 2008 Kunstgeschichte und Theaterwissenschaft an der Freien Universität Berlin und am Trinity College Dublin, Irland. Ihren M.A. in Dramaturgie legte sie 2011 bei Prof. Hans-Thies Lehmann an der Goethe-Universität Frankfurt am Main ab. Zuvor absolvierte sie ihren Freiwilligendienst mit einem 18-monatigen Aufenthalt in Jerusalem für die „Aktion Sühnezeichen Friedensdienste e. V.“ und arbeitete mit Shoah-Überlebenden in der offenen Psychiatrie Kfar Shaul. Nach der Ausbildung zur Diplom-Maskenbildnerin an der Hasso von Hugo Maskenbildnerschule in Berlin war sie u. a. an der Staatsoper Unter den Linden tätig. Julia Weinreich ist außerdem zertifizierte Yogalehrerin und unterrichtet seit 2021 Hatha und Vinyasa Yoga.

Friederike Kempter

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Friederike Kempter

LfbA an der Hochschule für Musik und Tanz Köln am Zentrum für Künstlerische Forschung & Digitale Innovation (Foto: Daniel Schreitmüller)

Ausgehend von einer klassischen Ausbildung als staatlich geprüfte Ensembleleiterin und Orchestermusikerin (Schwerpunkt klassisches Saxophon) entwickelte Friederike Kempter eine multidisziplinäre Praxis, die heute Musikperformance, Forschung, elektronische Komposition und Medienkunst verschränkt. Sie begreift Technologie nicht als rein funktionales Medium, sondern als gestaltbares Werkzeug. Dabei liegt ihr Fokus auf der Gestaltung von Experimentierräumen, die Barrieren abbauen und eine diskriminierungssensible Gemeinschaftsbildung fördern. Sie ist neben diesen Tätigkeiten Mitbegründerin des feministischen Netzwerks METAWARE, des Streaming Projekts CultureAid sowie der Event-Serie Lapislazuli. Als Klangkünstlerin und Produzentin mit hybrider Praxis agiert Fritzi Kempter in unterschiedlichsten Formaten und löst dabei klassische Genregrenzen konsequent auf. Ihr Portfolio reicht von Listening Pieces und Motion Picture Soundtracks über EDM-Produktionen und Remixes bis hin zu kollaborativen Projekten an den Schnittstellen zu Jazz, Indie und Hip-Hop. In ihren Arbeiten nutzt sie digitale Systeme, um Klang nicht nur hörbar, sondern als physische Resonanz im Raum erlebbar zu machen. Der Zufall dient ihr dabei als bewusstes gestalterisches Element, das die Grenzen zwischen Technik und intuitiver Wahrnehmung aufhebt.

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